Der Bürgersaal war voller Lieder

Vielen Dank an Fritz Schaller, der den wundervollen Konzertabend in diesem Artikel zusammengefasst hat:

Mit dem Lied „Die Welt ist voller Lieder“ eröffneten der gemischte Chor Morgensonne,
der Männerchor Ergolding und das Trio Kammertonika unter der Leitung von Daniela
Welti ein anspruchsvolles Konzert. In seinen Grußworten freute sich der 1. Bürgermeister
Andreas Strauß über die sehr gut besuchte Veranstaltung und er sollte mit seiner Ankündigung,
dass es ein kurzweiliger Abend werden wird, recht behalten. Bevor der Männerchor
Ergolding unter der Leitung von Heinrich Wannisch das Publikum mit einem schmissigen
„Wohlauf, ihr Gäste“ begrüßte, verstand es Marie Obermeier gekonnt, den Zuhörern den Liederblock
des Männerchors anzukündigen. Bei dem einfühlsam vorgetragenem deutschen
Volkslied „Heidenröslein“ erinnerten die Sänger an alte Zeiten. Nach diesem Lied entführte
der Chor mit dem beliebten Männerchorsatz „Aus der Traube in die Tonne“ die Konzertbesucher
in eine andere Welt. Der Solist Heinrich Wannisch und sein Chor zeigten die große
Bandbreite bei dem Gospelsong „O happy Day“, bei dem Klaus Brödl am Flügel zu überzeugen
wußte. Schließlich begleitete wiederum Klaus Brödl den Chor bei den Wiener Spezialitäten,
die beim Publikum anhaltende Beifallsbekundungen auslösten. „Wien bleibt Wien“,
„Wie mein Ahnl zwanzig war“, „Das Fiakerlied“, „Der Radetzkymarsch“ und „Ja alles auf
Ehr“ waren die Einzeltitel der beliebten Wiener Melodienfolge bei denen die 34 Sänger des
Chores stimmgewaltig die Zuhörer begeisterten.
Nach diesem Block meldete sich Marie Obermeier wieder zu Wort und kündete das Trio
Kammertonika an, welches sich aus den Berufsmusikerinnen Daniela Welti (Querflöte), Jenia
Keller (Klavier) und Krassimira Krasteva (Violoncello) zusammensetzt. Dass das Trio auf
große Erfolge in ganz Europa zurückblicken kann, wurde bei den Darbietungen dieses Konzertabends
offenkundig. Profihaft stimmten sie die Zuhörer mit einem „Allegro deciso“, „Andante“
und „Vivace“ aus dem Opus 45 von Louise Farrenc ein und bekamen nach dem Czardas
von Vittorio Monti anhaltendem Beifall vor der Pause.
Das Trio Kammertonika überzeugte auch nach der Pause zunächst mit einer Suite for Flute
and Piano von Claude Bolling. Sehr schwungvoll vorgetragen bekamen die Zuhörer dann einen
Libertango von Ástor Piazzolla von den Künstlerinnen zu hören. Mit dem „Ungarischen
Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms der von Doris Geller für Flöte, Violoncello und Klavier arrangiert
wurde, setzten die Profis den Schlußpunkt ihrer Darbietungen und bei den Zuhörern
bestand kein Zweifel, dass Daniela, Jenia und Krassimira den Konzertabend sehr bereichert
haben.
Marie Obermeier informierte dann die Besucher, dass der gemischte Chor Morgensonne seit
1980 in Ergolding existiert und sich bei verschiedensten Anlässen hören lässt. Professionell
kündigte sie die Lieder der Morgensonne an, die unter der Leitung von Daniela Welti mit dem
Titel „Rolling in the deep“ startete. Erwähnenswert ist, dass der Chor neben Krassimira Krasteva
und Jenia Keller von Ergoldings 1. Bürgermeister Andreas Strauß an der Gitarre und dem
jüngsten Teilnehmer Elias Benke am Schlagzeug begleitet wurde. „Take me home, country
roads“ löste bei den Zuhörern, wie auch beim ersten Song, großen Beifall aus. Die Solisten
Thomas Frost und Andreas Strauß, sowie der gesamte Chor, trafen mit dem Lied „Amoi se’g
ma uns wieder“ von Andreas Gabalier das Gemüt der Konzertbesucher. Großen Anklang fand
dann der nach einem mexikanischen Gebirgszug benannte Titel „Sierra madre del sur“, der
von den Sängerinnen und Sängern einfühlsam vorgetragen wurde. Absolut ins Schwarze traf
die Morgensonne mit dem Lied der Gruppe „Wind“ „Lass die Sonne in dein Herz“.
Unter dem Dirigat von Heinrich Wannisch überzeugten alle Mitwirkenden schließlich mit
dem ebenfalls von Johannes Brahms stammenden „Ungarischen Tanz Nr. 5“ und ernteten
tosenden Beifall vom Publikum.
Viel Beifall gab es auch bei den Dankesworten von 1. Bürgermeister Andreas Strauß der mit
kleinen Erinnerungsgaben für das Trio Kammertonika, für Chorleiter Heinrich Wannisch, die
Moderatorin Marie Obermeier und den Mitorganisator Fritz Schaller aufwartete.
Den Schlußpunkt bei dem kurzweiligen Konzertabend setzten Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten
mit dem Canon „Sing ma mitananda“ nach der Melodie „Singing all together“.

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