Ein Nachruf und Danke an einen Freund und Kameraden

Heute möchte ich einige persönliche und traurige Worte über einen verstorbenen Freund und Kameraden anbringen. Nämlich unseren Franz Mieslinger, der weithin bekannt und geschätzt ist. Er ist diese Woche plötzlich und unerwartet verstorben.

Ich habe Franz in der Feuerwehr kennen und schätzen gelernt. Zuerst als jungen Kamerad, als unkomplizierten, fachlich versierten und netten Gruppenführer, der mir viel beigebracht hat. Dabei war er immer auf Augenhöhe und stets zu Späßen aufgelegt. Dann auch in der Vorstandschaft, in der wir lange zusammengearbeitet haben. Natürlich ist Franz auch bei vielen Kindergartenkindern bekannt, denn er hat ihnen mit Freude das Feuerwehrwesen näher gebracht und später als Jugendwart zum Teil auch das nötige Rüstzeug für dieses so wichtige Ehrenamt vermittelt. Und obwohl er wegen seines Lebensalters jetzt schon zur reiferen Erwachsenengeneration gehörte, schloss ihn seine Jugendfeuerwehr fest ins Herz und nahm ihn freundschaftlich in ihre Gesellschaft auf.

Ich bin Franz unheimlich dankbar für seinen Dienst bei der Feuerwehr Ergolding, der seine absolute Leidenschaft war. Er hat viele junge Feuerwehrler/innen für dieses Ehrenamt begeistert und ihnen die erforderlichen Kenntnisse dazu vermittelt. Selbst war er immer zur Stelle um seinen Nächsten zu helfen.

Mit Franz konnte man diskutieren, streiten, sich versöhnen, arbeiten, feiern, ernst und lustig sein. Er zeigte sich erfrischend unkompliziert und war offen für alles und alle. Von seiner handwerklichen Fähigkeit, hervorragende Torten zu backen, mit denen er uns ab und an verwöhnte, war ich absolut begeistert.

Franz war ein überzeugter Freier Wähler, ein Kämpfer mit dem Herzen am richtigen Fleck. Mit voller Hingabe hat er bei unseren Wahlkämpfen mitgearbeitet. Er hat argumentiert und keine Diskussion gescheut. Zu sagen, dass er unser fleißigster Austräger war, ist nicht untertrieben. Er hat gerne unsere Bürgerinformationen verteilt und dabei auch andere Bezirke übernommen.

Für mich persönlich war Franz immer da. Er hat mich von meiner ersten Stunde an als Bürgermeisterkandidat unterstützt und dann auch als Bürgermeister. Jemanden wie Franz im Team zu haben ist für einen Kandidaten und einen Bürgermeister ein Traum. Immer bereit, immer da, immer gut drauf, immer 120%ig bei der Sache. Es hat mir immer gut getan, wenn Franz dabei war, denn er hat oftmals Situationen entkrampft und sowohl uns als auch unsere Gäste zum Lachen gebracht.

Ich muss immer noch schmunzeln, wenn das Gespräch auf den „Bürgermeister von der Ahornstraße“ kam. Jeder wusste wer gemeint war, und seine Feste, die er organisiert hatte, waren legendär. Auch mich hat er damals zu einem Fest als Bürgermeisterkandidat eingeladen, um mich zu unterstützen.

Für mich ist es noch nicht fassbar, dass ich diese typisch raue Stimme mit dem herzlichen Lachen nicht mehr hören werde.
Besonders schlimm empfinde ich es auch, dass wir Franz nicht in dem Rahmen verabschieden dürfen, wie es ihm gebührt.
Franz hätte es verdient mit allen Ehren eines Feuerwehrmannes und eines hochgeschätzten Mitglieds unserer Gemeinschaft verabschiedet zu werden.

So verliere ich mit Franz einen Kameraden, einen Parteigefährten, einen Unterstützer und vor allen Dingen einen lieb gewonnenen Freund.

Und so bleibt uns nur ein stilles Gedenken mit dem Versprechen, dass ich Franz immer ein ehrendes Andenken bewahren und ihn auch nie vergessen werde.

Ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit, für alles was ich mit ihm erleben durfte und für alles was er für mich getan hat.

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